Architekten sind in der Lage, komplexe Probleme der gebauten Umwelt auf kreative, inklusive und innovative Weise zu lösen, und sind daher gut aufgestellt, um bei der Bewältigung einiger der großen gesellschaftlichen Herausforderungen zu helfen, mit denen die Welt heute konfrontiert ist, nicht zuletzt der Klimawandel-Notstand und die Folgen von COVID 19. Sie verstehen sich jedoch im Allgemeinen nicht als Forscher und sind häufig von Debatten über Forschung, Forschungsförderung und Innovation ausgeschlossen. (Samuel, 2018). Darüber hinaus haben Architekten eine kommunikative Herausforderung und müssen den Wert ihrer Arbeit den Entscheidungsträgern – insbesondere denjenigen, die sie finanzieren, aber auch der breiten Öffentlichkeit – sinnvoll erklären. Daher liegt der Fokus auf der Suche nach Beweisen und Fakten von Wert, die durch architektonische Gestaltung und Planung geschaffen wurden, die die überzeugenden Visuals und Geschichten ergänzen würden, in denen Architekten bereits gut sind. Wert wird gemeinsam geschaffen, erfordert viele Überlegungen und beinhaltet viele Arten von Know-how. Es müssen Lösungen gefunden werden, die auf vielen Ebenen Werte schaffen, sowohl für diejenigen, die die Gebäude und die gebaute Umwelt täglich nutzen, als auch für die Gesellschaft als Ganzes.
Ziel dieses Berichts ist es, die Entwicklung der Forschung in der Architekturpraxis in ganz Europa zu unterstützen. Das bedeutet, geeignete Werkzeuge zu finden, um die verschiedenen Arten der Wertschöpfung zu dokumentieren und zu bewerten. Dies wird es Architekten ermöglichen, den Wert ihrer Arbeit zu demonstrieren, ihre Dienstleistungen zu diversifizieren und widerstandsfähiger zu werden, unabhängig von der Größe der Praxis oder des Sektors, in dem sie tätig sind.
Der Bericht besteht aus vier Teilen.
- Teil 1 – dieser einleitende Abschnitt – enthält den Hintergrund und die Methodik für den Bericht.
- Teil Zwei ist eine kontextuelle Überprüfung der Forschung in der Praxis, die sich auf Interviews mit Experten aus ganz Europa stützt, kombiniert mit einer akademischen und grauen (Industrie-) Literaturrecherche. Teil drei konzentriert sich auf die Auswirkungen von Feedback auf den Designprozess und das Projekt selbst durch Post Occupancy Evaluation und wie es verwendet werden kann, um den Wert des Designs zu demonstrieren.
- Teil drei enthält auch eine Reihe von acht inspirierenden Fallstudien aus ganz Europa, die die wichtige Rolle hervorheben, die Feedback bei der Entwicklung von praxisbasiertem Wissen und der Aufdeckung und Kommunikation des Wertes von Architekturdienstleistungen spielen kann. Die Fallstudien zeigen auch, dass es bei der Bewertung nach der Belegung genauso um immaterielle soziale oder kulturelle Auswirkungen gehen kann wie um die technischen oder ökologischen Aspekte der Gebäudeplanung; Sie muss weder komplex noch teuer sein und kann im Rahmen großer und kleiner Verfahren durchgeführt werden. Darüber hinaus ist die Post-Occupancy-Evaluierung eine wirklich wichtige Grundlage für das „Pre-Occupancy“-Design, das auf dem Wissen darüber basiert, was funktioniert.
- Teil 4 – enthält die Empfehlungen in der Zusammenfassung für Architekten, politische Entscheidungsträger, Kunden, Universitäten und Hochschulen.
Verfasser: ACE

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