Angesichts einer transformativen Ära für die gebaute Umwelt der Europäischen Union beriefen der Europarat und Europa Nostra eine eintägige öffentliche Konferenz mit dem Titel „Neues Europäisches Bauhaus: Heritage & Transformation“ am 28. November 2024 in Krakau, Polen. Ziel der Veranstaltung war es, politische Entscheidungsträger und Interessenträger in Diskussionen über die Herausforderungen im Zusammenhang mit dem baulichen Erbe einzubeziehen. Das Programm hob Best Practices, innovative Lösungen für die Konservierung, Nachrüstung und adaptive Wiederverwendung sowie die Hindernisse und Voraussetzungen hervor, die erforderlich sind, um diese Bemühungen zu skalieren und Innovationen zu fördern.
Die Konferenz zog rund 250 Teilnehmer sowohl vor Ort als auch online an.
Die Konferenz endete mit einer Vorschau auf die Erklärung von Krakau mit dem Titel „Neues Europäisches Bauhaus: Heritage & Transformation“, gemeinsam herausgegeben von ACE, Europa Nostra und ICOMOS, der vorschlägt, 7 wichtige Empfehlungen für die Zukunft der gebauten Umwelt in Europa, von der Förderung von Renovierung und adaptiver Wiederverwendung über die Förderung von Innovation und traditionellem Wissen, Weiterbildung und Bürgerbeteiligung bis hin zu Qualitätskriterien, Peer-Learning und Risikomanagement und Vorsorge.
„Mit der Krakauer Erklärung wollen wir den politischen Rahmenbedingungen einen Zweck geben. Architektur und Stadtplanung sind das Spiegelbild unserer Gesellschaften. Es geht darum, Werte zu schaffen und die richtigen Fragen zu stellen. Es geht um die Menschen, die Qualität und die Freiheit, in städtischen oder ländlichen Gebieten zu leben,„erwähnte Ruth Schagemann, Präsident des Europarats der Architekten.
In der Erklärung wird auch eine Aufruf zum Handeln an die neue Europäische Kommission, kürzlich gewählte Mitglieder des Europäischen Parlaments und der Mitgliedstaaten. „Die EU sollte in allen Politikbereichen und Finanzierungsprogrammen der EU, die Auswirkungen auf das bauliche Erbe haben, einen ganzheitlichen, qualitätsorientierten und kulturellen Ansatz verfolgen. Wir werden uns unter anderem an die zuständigen Mitglieder des neuen Kollegiums der für Kohäsion, Wohnungswesen und Kompetenzen zuständigen Kommissionsmitglieder wenden.„erwähnt Sneška Quaedvlieg-Mihailovic, Generalsekretär von Europa Nostra und Projektleiter des European Heritage Hub.
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